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Die Welt heute - Aus der Sicht eines Kindes

(c) Pixabay
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19. Februar 2026

Sachsen

Deutschland



von Janina






Wir sollten stolz sein auf das, was wir heute haben.

Niemand sollte sich in diesem Jahrhundert angegriffen oder ausgeschlossen fühlen. Niemand sollte in unserer Gesellschaft unsichtbar sein.

Und doch gibt es Menschen, die in allem das Negative sehen.

Ich bin 15 Jahre alt – und manchmal habe ich das Gefühl,

dass meine Meinung nur dann zählt, wenn sie niemanden stört.

Meine Großeltern sagen oft: „Leg doch mal die Kopfhörer ab.“

„Leg doch mal das Handy weg, du versinkst darin.“

Was sie nicht wissen: Genau das hält mich manchmal über Wasser.

Wenn ich Musik höre, versinke ich nicht – ich atme.

Ich träume von einer Welt in Frieden.

Doch im Fernsehen laufen wieder die Nachrichten.

Politik. Bildung. Kriege. Armut. Naturkatastrophen.

Schlagzeilen über Wirtschaft, Umwelt, Flüchtlinge.

Wir sind Kinder.

Und wir hören das alles.

Man sagt, wir sind die Zukunft.

Aber wie sollen wir die Welt retten, wenn sie uns zerbrochen übergeben wird?

Wie sollen wir stark sein, wenn uns Vorbilder fehlen?

Wie sollen wir Disziplin lernen, wenn wir nur Angst lernen?

Wir wollen leben. Das wollen wir alle.

Doch in einer Welt, in der es oft nur darum geht, wer stärker, reicher oder mächtiger ist, wirkt Menschlichkeit manchmal wie eine Schwäche.

Manchmal scheint es, als würden wir nur noch konkurrieren –

um Geld, um Einfluss, um Aufmerksamkeit.

Währenddessen sehnen sich Menschen nach Ruhe, nach Vertrauen,

nach Wahrheit, nach Freude.

Wir Jugendlichen sind nicht schwach.

Wir sind nicht faul.

Wir sind nicht verloren.

Wir sind nur die erste Generation, die ihre Angst laut ausspricht.

Wir verstecken uns nicht, weil wir nichts können –

sondern weil wir nicht wissen, ob diese Welt Platz für unsere Hoffnung hat.

Doch Hoffnung ist da.

In kleinen Gesten.

In Gesprächen.

In Mut.

Lasst uns unseren Planeten ein Stück besser machen.

Nicht perfekt, aber menschlicher.

Mit mehr Zuhören.

Mit mehr Respekt.

Mit mehr Nächstenliebe.

Denn wir sind nicht das Problem dieser Welt.

Wir sind ein Teil ihrer Lösung.

Und wenn jeder Einzelne beginnt mitzudenken, mitzufühlen und mitzutragen –

dann ist Hoffnung keine Illusion.

Dann ist sie Entscheidung.


 

 

 

 
 
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